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Wie Kommunikation gelingt - das Experiment

Das habe ich mit den GlüXxmachern gelernt

 

Es beschäftigt mich schon seit vielen Jahren:

 

Wie kommt eine Menschengruppe zusammen? Wie gehen alle in  eine gemeinsame, und doch selbst bestimmte Richtung? Wie gelingt es also, dabei die Individualität eines jeden einzelnen zu erhalten?

 

Das ist ein Thema, das die allermeisten Gruppen und Beziehungen beschäftigt.

 

Die Lösung kam an einem Abend mit den „GlüXxmachern“. Wir treffen uns jeden Montag und schauen uns systemisch an, was uns (noch) vom Glück abhält und arbeiten daran, das abzulösen.

 

Ziel ist, Schritt für Schritt ein weiteres Stück Lebensglück zu erreichen. Glück wird so zu unserem Alltag. 

 

An einem Montag hatten wir das Thema „Kommunikation“. 

 

Kommunikation - Kommune - Gemeinschaft - Verbindung. 

Da wir systemisch arbeiten, machte ich den Vorschlag, dass wir alle die Farbe “Blau“ sein könnten. Jeder solle sich das Blau aussuchen, das sie oder er im Moment sein wollte.

 

Schon die Auswahl der Farbe war spannend: Der eine war Taubenblau, die andere Nachtblau, es gab ein sehr helles Blau, türkis, etc.

 

Dann ging es daran, herauszufinden, wie es uns miteinander ging. Wir stellten fest, dass das helle Blau das dunkle überhaupt nicht „mochte“. Das Taubenblau hatte ein Problem mit dem Hellblau. Und wo weiter. Die Blaus kamen nicht miteinander aus. Wir wollten nichts miteinander zu tun haben. Wir waren nicht verbunden. 

 

Wenn also das Blau für die Kommunikation steht, hieß das, dass es viele verschiedene Arten von Kommunikation gibt, die alle zwar "richtig", aber nicht miteinander verbunden sein wollen / können / sollen. 

 

Dieses Dilemma kennen wir alle. Wir reden aneinander vorbei, übereinander, untereinander oder einfach gar nicht. Keine Verbindung. 

Um eine Lösung zu erhalten, schlug ich vor, zusammen ein Mandala auf den Boden zu legen aus Gegenständen, die im Raum vorhanden waren. Und das taten wir dann auch.

 

Wir schafften eine ganze Weile zusammen und am Ende lag da ein Mandala, das "fast" stimmig war. 

 

Es war nicht viel, aber alle hatten den Wunsch, noch eine Kleinigkeit zu verändern.

Wir gingen in drei Schritten vor, um ein für alle stimmiges Ergebnis zu erhalten:

  1. Wir schauten uns genau an, was nicht passte. Der eine mochte die Laterne nicht an der einen Stelle, für die andere sollte die Muschel an einem anderen Platz liegen.
  2. Wir versetzten die Gegenstände anschließend so, dass es passte, jeder für sich und gleichzeitig in Absprache mit den anderen. Wir versetzten so lange, bis alle zufrieden waren.
  3. Dann trugen wir zusammen, wie es uns erging, während wir die Gegenstände versetzten, bzw. die Gegenstände versetzt wurden, die wir selbst in der ersten Runde gelegt hatten.

Es gab folgende Reaktionen:

 

Diejenigen unter uns, deren Gegenstand von jemand anderem versetzt wurde, fühlten sich zum Teil zutiefst verletzt. Sie hatten das Gefühl, sie würden nicht respektiert und sie seien nicht gut genug.

 

Dann kam das "Beleidigt sein". In diesem Zustand ging erstmal gar nichts weiter. Schwarze Wand. Hier ist eine große Bewusstheit nötig oder Hilfe von außen, um da wieder hinauszufinden. 

 

Oder es wird tief im Inneren vergraben. Und meuchelt da vor sich hin. Und frisst unsere Energie, die wir an anderer Stelle dringend benötigen. Viele Burnout nehmen hier den Anfang.

Die "Versetzer" - die gleichzeitig auch die "Beleidigten" waren, hatten wiederum keinerlei "bösen" Absichten, sie handelten FÜR sich und begründeten sogar im Voraus, warum sie so handeln möchten. 

 

FAZIT:

 

Das Wichtigste war, dass wir erkannt haben, dass es verschiedene Arten von Kommunikation gibt, und die alle für sich "richtig" sind. 

 

Es ist doch so:

  • Wie oft spricht der eine von einer Kuh und der andere versteht Pferd? 
  • Wie oft kommt es vor, dass zwar beide von einer Kuh reden, aber beide etwas völlig anderes mit ihr verbinden - der eine einen Bauernhof, der andere Dummheit?
  • Wie oft kommt es vor, dass ein Stiller mit einem Lauten spricht und sie sich gegenseitig kaum ertragen können?

Wesentlich ist, einen Weg zu finden für einen respektvollen Austausch. Und das geht nur, wenn zumindest einer seinen Blickwinkel ändert und offen ist für eine Lösung. Das war in unserem Fall der Vorschlag, das Mandala zu legen.

 

Nur dann entsteht Bewegung.

Wir GlüXxmacher, die das erfahren haben, können diese Methode nun einbringen. In unseren Freundes- und Familienkreis. Bei der Arbeit.

 

Wir agieren und reagieren nicht mehr.So entsteht echte Zufriedenheit. 

 

Was willst du mehr...

 

In diesem Sinne. Bis zum nächsten Mal!

 

Deine Beatrix

 

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