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Jammerer sind Energievampire

Warum uns Jammerer nicht gut tun

 

Jammerer sind Menschen, die ein Problem haben und nicht bereit sind, sich zu bewegen. Dabei schreien Sie laut „wäh, wäh“.

 

Ein Jammerer hat immer eine Bedürftigkeit.

 

Er hat das Gefühl, er möchte etwas, braucht etwas, hat das Recht auf etwas, was er im Moment nicht hat. Es ist energetisch wie eine Lücke in seinem Energiesystem.

 

Und er möchte um jeden Preis, dass diese Lücke gefüllt wird. Er ist aber im Jammerstatus , möchte, dass jemand anderes diese Lücke füllt. Er ist selbst nicht bereit, dafür zu sorgen.

 

Er jammert sein Gegenüber voll: „Wäh, wäh, mir geht’s so schlecht, stell dir vor, was meine Kollegin mit mir gemacht hat, sie ist so eine gemeine Person, meine Eltern waren so schlecht zu mir,…“.

 

Und wir neigen dann dazu, ihnen helfen zu wollen. Viele Assistentinnen wissen genau, wovon ich rede.

 

Wir machen deren Problem zu unserem. Erwägen die Fürs und die Widers, überlegen, wie sich der Jammerer am besten verhalten sollte und welche Konsequenzen er auf jeden Fall ziehen muss.

 

Wir sind mit unserem Energiesystem vollständig im System des Jammerers. Und damit geben wir unser eigenes auf.

 

Unsere Energie fließt zum Jammerer.

 

Und zwar ganz genau das.

 

Ein Jammerer ist immer ein Energievampir. Sie zapfen ihr Gegenüber immer an. Sie verlangen Mitleid und Zuwendung.

 

Jammerer jammern nicht nur einen voll...

 

Und sie tun mit all der Energie, die sie bekommen – nichts.

 

Der Vampir kann diese Energie nicht halten. Die Lücke in seinem Energiesystem hat ja einen Grund. Er liegt in seinem Unterbewusstsein (das ja über 90% unseres Selbst ausmacht, siehe auch Vom Geben und Nehmen, vergraben.  Hintergrund ist oft ein Traumata, das nicht verarbeitet wurde, es gibt aber auch viele andere Gründe. Das sorgt dafür, dass die Lücke bestehen bleibt, bzw. wieder entsteht. Deshalb kann der Jammerer die Energie, die er angezapft hat, nicht halten. Sie verpufft. Schade drum…

  

Das heißt, am Schluss fühlt sich der Jammerer erstmal besser und der Helfer ist ausgelaugt und leer. Der Helfer hat keine eigene Energie mehr, er hat sie dem Jammerer gegeben. Er benötigt viel Zeit, um wieder Kraft zu tanken, d.h. seinen eigenen Energiekörper wieder aufzufüllen.

 

Bei diesem Spiel ist noch Eines wesentlich zu wissen: Die Helfer leiden mit dem Jammerer mit und bedenken nicht, dass sie dadurch das Leid nur noch vergrößern. Denn nun sind sie ja schon zu zweit,, die leiden. Das Leid hat sich verdoppelt und nicht verringert. Helfer bewirken damit genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich möchten.

Die einzige Möglichkeit, die den Jammerer weiterbringt, ist, sich mit seinem Unterbewusstsein zu beschäftigen. Herauszufinden, wie die Lücke in seinem Energiesystem entstanden ist. Und dann Schritte zu tun, um diese Lücke wieder zu schließen. Zu heilen, sozusagen.

 

Dann wird der Jammerer zu einem lebensfähigen Menschen, der nicht mehr zu jammern braucht. Denn dann ist er handlungsfähig und kann sein Leben verändern.

 

Wenn wir also mit Jammerern zu tun haben, können wir das zu tun:

 

Wir sagen: "Ja, ich verstehe dich. Du bist in einer wirklich blöden Situation.

  • Was gedenkst du zu tun?
  • Wenn die Situation nicht so wäre, was wäre das Schlimmste, was passieren würde?
    (Achtung: diese Frage hat es in sich!)
  • Bist du bereit, daran etwas zu ändern?"

Mit diesen und ähnlichen Fragen, zielen wir darauf ab, den Jammerer aufzurütteln und zu fordern, in die Eigenverantwortung zu gehen.

 

Im besten Fall erreichen wir, dass der Jammerer aufwacht und beginnt, in seine eigene Kraft zu kommen. Seine eigene Energie zu spüren. Seine Möglichkeiten zu erkennen. 

 

Zumindest erreichen wir so, dass wir nicht das Gefühl haben, den Jammerer im Stich zu lassen. Als Freund sehen wir uns ja oft in der Pflicht, zu helfen... Wenn der Jammerer sich trotzdem nicht bewegt, sind wir aus der Verantwortung draußen. Warum sollten wir für den Jammerer verantwortlich sein, wenn er es nicht einmal selbst tut?

 

Wir senden durch die Fragen unser Mitgefühl und unser Verständnis für die Situation. Wir vergrößern damit nicht das Leid. Wir selbst bleiben handlungsfähig und können Grenzen setzen, weil wir unsere Energie nicht abgeben.

 

Wie sagen beispielsweise Sätze wie: „Hör mal, du bist nicht bereit, etwas an der Situation zu ändern. Alles, was ich dich frage, kannst oder willst du nicht beantworten. Ich schlage vor, du machst dir mal ein paar Gedanken darüber und wir reden weiter, wenn du vorangekommen bist. Ok?“)

 

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

 

Deine Beatrix

 

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