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Eine Ode an Assistentinnen

Dieser Brief ging über XING an die Chefs von Assistentinnen

 

Einen schönen guten Tag,

 

ich grüße Sie heute mit einem besonderen Anliegen.

 

Ich habe mir nämlich überlegt, ob Ihre Assistentin wirklich glücklich ist und voller Freude ihren Dienst tut. Und ob Sie sie als Mitarbeiterin behalten möchten.

 

Immerhin kocht Sie Ihnen Ihren Tee oder Kaffee, sorgt dafür, dass Sie rechtzeitig zu Ihrem Termin kommen, ist freundlich und zuvorkommend, sieht ordentlich und gepflegt aus, übernimmt die Telefonate, die für Sie bestimmt sind und sortiert diese vor, tut alles, damit Sie in Ruhe arbeiten können, richtet zuverlässig den Konferenzraum vor Meetings, schreibt Briefe und E-Mails selbstständig in Ihrem Sinne, organisiert Weihnachtsfeiern und ähnliche Events, erinnert Sie an den Geburtstag Ihrer Frau,… Sie ist die erste Anlaufstelle für Sie, Ihre Kunden und Ihre Mitarbeiter.

 

Eine Assistentin erfüllt ein unglaubliches Spektrum von Aufgaben und Sie können mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ihr das wirklich Spaß macht. Es ist nämlich kein Zufall, dass sie diesen Beruf ergriffen hat. Sie liebt ihren abwechslungsreichen Job, in dem ihr Organisationstalent gefragt ist und trägt auch gerne viel Verantwortung.

 

Weil Ihre Assistentin alles dafür tut, Ihnen zu helfen, lässt sie oftmals ihre ganze Kraft bei der Arbeit und kommt völlig leergepumpt nach Hause. Dort verbringt sie den restlichen Abend und die Nacht, um ihre Energie wieder aufzutanken. Wissen Sie das eigentlich?

 

Mir erscheint es wesentlich, dass eine Assistentin davon wegkommt, Ihnen und allen anderen „helfen“ zu wollen. Vielmehr sollte sie hin zu der klaren Wahrnehmung, „Dienstleisterin“ zu sein. „Dienst“ zu leisten ist energetisch etwas völlig anderes, als zu „helfen“ und bewirkt keine innere Leere.

 

Wenn Ihre Assistentin dies erkannt hat und danach handelt, kommt sie nicht nur ausgeruht, sondern voller Lebensfreude an ihren Arbeitsplatz, weil sie am Abend zuvor noch ihr Privatleben pflegen konnte. Sie ist deutlich entspannter und aufmerksamer, was sich in jedem Fall auf ihre Arbeit auswirkt.

 

Also noch einmal: Möchten Sie eine wirklich glückliche Assistentin haben, die voller Freude ihren Dienst tut und Ihnen als Mitarbeiterin erhalten bleibt?

 

Dann sprechen Sie doch mal mit ihr und fragen nach, ob sie ihr 'was Gutes tun können. Sie wird es Ihnen danken...

In diesem Sinne - ich wünsche einen guten Tag!

 

Beatrix Philippin

 

 

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