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Wo ist der Geist geblieben?

Dass der Mensch aus Körper, Seele und Geist besteht, haben viele Menschen schon gehört oder gelesen. Oder vielleicht sogar erfahren.

 

„Körper“ ist wohl das, was den meisten vertraut ist.

 

„Seele“ haben viele schon im Zusammenhang mit Religion gehört und sie haben eine vage oder klare Vorstellung davon, was das sein könnte.

 

Dann gibt es noch den „Geist“. Das war für mich das „Denken“ und noch etwas dazu, was ich nicht definieren konnte - wohl aber wollte.

 

Ich kam dem Geist auf die Schliche, als ich mir folgende Frage stellte:

 

Bin ich ein Körper oder habe ich einen Körper?

 

Wenn ich einen Körper habe, wer bin ich dann?

 

Als ich begonnen habe, darüber nachzudenken, wer ich eigentlich bin (weil es mir nicht so vorkam, ich sei mein Körper), kam ich ganz schnell an meine Grenzen. Denn alles, was mir einfiel, waren Dinge, die ich kannte. Und das alles war eindeutig nicht ich. So viel wusste ich. Das war ja schonmal was. Das Denken alleine aber führte mich nicht zum Ziel.

 

Ich ging einen Umweg.

 

Begonnen habe ich damit, dass ich realisierte, dass es Menschen gibt, die mir von Anfang an sympathisch sind und welche, die es nicht sind. Das hatte nichts mit deren Körper zu tun, sondern mit deren Ausstrahlung.

 

Aber was macht die Ausstrahlung aus?

 

Ich schaute auf die Lebensumstände der Menschen und stellte fest, dass es in allen Gesellschaftsschichten

Menschen gibt mit viel oder wenig Ausstrahlung. Sie hat also nichts mit Geld zu tun.

 

Dann beobachtete ich, wie Menschen mit viel Ausstrahlung handeln. Und da gingen mir tausend Lichter auf.

 

Diese Menschen

  • stehen auf, wenn sie gefallen sind
  • urteilen nicht über andere
  • kennen ihren Wert
  • hören nicht auf das Geschwätz von anderen
  • wissen, wer sie sind und haben Ziele
  • entwickeln sich ständig weiter
  • sind offen für Neues
  • haben keine Angst davor, Fehler zu machen

Keiner dieser Menschen ist ohne Makel. Aber eines haben sie gemein:

  • sie alle bewegen sich, sie bleiben nicht stehen
  • sie nehmen Impulse auf, die ihnen das Leben bietet
  • sie übernehmen die Verantwortung für sich und ihr Leben
  • sie reflektieren sich und ihr Tun
  • sie verändern, was nicht passt

Was Menschen mit großer Ausstrahlung ausmacht, ist ihre Geisteshaltung, die weit über ihr Denken hinausgeht. Es ist eine Sichtweise, ein "Lassen", Hingabe, Vertrauen.

 

Mit dem Erkennen dessen hast du, liebe Leserin, lieber Leser, den Jackpot in den Händen.

 

Selbst wenn du die Eigenschaften eines Menschen mit großer Ausstrahlung im Moment noch nicht hast. Du kannst das ja alles lernen!

 

Es ist nicht wie Grammatik, Vokabeln oder Geschichte auswendig lernen. Es hat nichts mit Parabeln zu tun. Es ist das reine Leben, das du erstmal nur beobachten musst. Wenn dir das machbar erscheint, kannst du dich Schritt für Schritt in ein – dein - neues Leben hineintrauen.

 

So erkennst du, was ich denkst, wie du handelst und wo du ohnmächtig bist. Und dann ist es relativ einfach, Entscheidungen zu treffen. Und zu handeln.

 

Der hier gemeinte "Geist" heißt auf Englisch „Spirit“. Geistesarbeit ist also gelebte Spiritualität. Spiritualität geht immer über das Denken hinaus. Sie sprengt unser Denken und führt uns in ein eigenverantwortliches, neues Leben. 

 

Ich bin davon überzeugt, dass sich jeder Mensch sein Leben neu erschaffen kann. Jeder Mensch, der diese Entscheidung getroffen hat:

 

„Ich mag mein eigenes Leben leben. Ich fang‘ heut‘ damit an“.

 

In diesem Sinne: Gutes Gelingen!

 

Deine Beatrix

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