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Helikoptertechnik

Oft bemerken wir ja gar nicht, was wir eigentlich tun. Noch schlimmer wird’s mit dem Fühlen. Tagein, tagaus sind wir unterwegs, tun wichtige Dinge, unterhalten uns mit Kollegen, Freunden, manchmal auch Feinden. Abends dann TV oder Fitness.

 

Wenn wir Glück haben, bemerken wir, dass es uns im Moment gar nicht gut geht. Eine Krankheit merzen wir möglichst mit Medikamenten aus, weil wir uns vermeintlich nicht leisten können, Ruhe zu leben. Ohne uns würde die Welt untergehen… Psychische bzw. seelische Probleme wie Stress oder Müdigkeit verdrängen wir, solange es geht. Bis es dann zu spät ist und wir völlig ausgebrannt sind. Burned out…

 

So weit muss es wirklich nicht kommen. Es gibt eine Technik, die ich „Helikoptertechnik“ nenne und helfen kann, ständig zu reflektieren, wie es uns geht. Sie geht sehr einfach und ist deshalb sehr wirkungsvoll.

 

Sie geht so:

 

Egal, in welcher Situation wir uns befinden, ist es uns möglich, uns in einen Helikopter (alternativ Adler oder etwas anderes „Fliegendes“) zu verwandeln. In unserer Vorstellung können wir sein und tun, was wir wollen (weil unsere Gedanken wahrlich frei sind).

 

Wir bewegen uns also nach oben und betrachten die Situation von da aus. Plötzlich bemerken wir Zusammenhänge, die vorher nicht sichtbar waren. Da ist möglicherweise eine Person involviert, an die wir vorher gar nicht gedacht haben, aber die Strippen zieht im aktuellen Geschehen. Oder wir bemerken einen Lösungsweg, der weit weg ist von dem, was bis dahin angedacht war.

 

Wenn es schwer fällt, konkrete Bilder zu sehen, hilft es, sich auf eine Farbe zu konzentrieren. Wir betrachten also von oben, welche Farben die einzelnen Mitspieler haben. Inklusive uns selbst. Wenn uns die Farbe, die wir bei uns selbst wahrnehmen, nicht gefällt, wird es Zeit, daran etwas zu ändern.

 

Wenn wir beispielsweise ein dunkles Braun sind und uns das nicht gefällt, können wir weiter beobachten, wo diese Farbe eigentlich hingehört. Gehört sie in Wirklichkeit einem Mitspieler? Oder einem Elternteil? Oder der Erde? Dann nämlich haben wir eine Rolle gespielt, die gar nicht unsere war, nämlich die „Dunkelbraune“. 

 

Es ist so, dass durch die inneren Bilder (also die Farbe Braun in diesem Beispiel) die Energie gezeigt wird, die gerade in uns und durch uns wirkt. Dabei ist es nicht wichtig, warum sich das zeigt, auch nicht, warum wir eine Rolle gespielt haben, die gar nicht unsere war. 

 

Wichtig ist nun, die Farbe dahin abzugeben, wo sie hingehört. Wir nehmen sie also (inneres Bild) und übergeben es unserem Mitspieler, oder dem Elternteil, oder der Erde, oder....- das kann auch einfach eine Kraft sein, woran wir glauben.

  

Die Situation verändert sich augenblicklich, weil sich die Energie ausgeglichen hat. 

 

Frohes Ausprobieren!

 

Beatrix Philippin

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Kommentare: 1
  • #1

    Gudrun (Montag, 23 April 2018 21:41)

    Gute Methode, das nehme ich in mein Repertoire auf.
    LG